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Hessencup 2006 in
Bensheim:
Wie es begann
Schaumwaffeltreffen 2005: Ich hatte gerade Thomas-Alexander
Ladach, Breitensportreferent des HLB kennen gelernt. Wir kamen ins
Gespräch über Wettbewerbe und Thomas fragte mich, ob Bensheim nicht
auch mal wieder einen Wettbewerb veranstalten wollte. Als
frischgebackenes Vorstandsmitglied stimmte ich sofort zu. Nach
Rücksprache mit den Vorstandskollegen machte ich auf
dem Modellflugsporttag des HLB in Homberg (Ohm) die endgültige
Zusage.
Die Modellfliegergruppe Bensheim
richtet 2006 einen Teilwettbewerb F5B-J im Rahmen des Hessencups
aus. Jugendlicher Leichtsinn würde ich
heute sagen, dem aber mein fortgeschrittenes Alter nicht Rechnung
trägt. Ich wusste nicht, was auf uns zukommt. In Homberg war ich mit
Helmut Wolf, der mich brutal auf den Boden der Tatsachen zurückholte.
Nicht dass er gegen die Durchführung dieser Veranstaltung war,
er machte mir nur klar, dass einige „zig“ Leute zu organisieren seien,
Dies und Jenes im Vorfeld zu beschaffen sei und überhaupt! Aber noch
war alles im grünen Bereich. Im Januar tagte der engere Vorstand bei
mir, um die Termine für 2006 festzulegen. Die ersten Zweifel kamen auf,
ob meine einsame Entscheidung so glücklich war. Aber die Kollegen waren
letztendlich einverstanden und der 28. Mai
wurde festgeschrieben. Für die Mitgliederversammlung wurde eine
Liste vorbereitet, in der sich alle potentiellen Helfer eintragen
sollten. Modellbaufirmen wurden um Sachpreise angeschrieben. Beim HLB
wurde die Ausschreibung veröffentlicht und auf der
Jahreshauptversammlung tragen sich fünf Helfer in die Liste ein.
Immerhin, bei 19 Teilnehmern waren das immerhin fast 25%. Langsam
beschlich mich ein ungutes Gefühl. Helmut und Michael standen hinter
mir. Und Helmuts Checkliste von früheren Wettbewerben. Diese
Checkliste begleitete das Orga-Team auf Schritt und Tritt. In
den Vorstandssitzungen wurde vorletzte Unklarheiten beseitigt, manche
neu geschaffen. Langsam füllte sich die letzte Spalte „Status“ mit dem
Vermerk „erledigt“. Die Helferliste vergrößerte sich, Anmeldungen von Piloten
kamen jedoch noch keine. Hatte ich doch in der Ausschreibung extra
darum gebeten. Laut Helmut ist das aber normal. Sein Wort in Gottes
Ohr. Die Woche vor dem Wettbewerb schlug das Wetter um. Es schüttete
laufend. Einige Anfragen aus Mittelhessen erreichten mich per Telefon,
ob der Wettbewerb stattfindet. Aha, man wusste also doch Bescheid im
Hessenland. Also bestelle ich doch reichlich Steaks und Bratwürste, man
kann ja nie wissen. Und Reste kann man ja einfrieren. Freitags im
Wolkenbruch vom Metzgerparkplatz in den Laden und geordert,
danach in den Baumarkt, um noch letzte
Kleinigkeiten wie Ersatzbatterien für das Megaphon, Schnur, Klebeband
und Pinwandnadeln für die Senderausgabe zu holen. Abends noch die
Checkliste durchgegangen, Mails geschrieben und beantwortet. Helmut und
Michael waren auch noch am Vorbereiten. Seit einer Woche war
unser Arbeitszimmer voll mit Unterlagen und Kartons mit Sachpreisen der
Sponsoren. Multiplex, Graupner, Robbe, Proxxon und R&G hatten
schönes Modellbauzubehör geschickt, Oracover schickte ein Riesenpaket
mit Folienrollen, von der Stadt Bensheim hatten wir auch einige Dinge
aus dem Werbegeschenkfundus erhalten. Der Bauhof lieh uns Absperrband
und Pfosten, auch die Schreibbretter für die Punktrichter stellte man
uns zur Verfügung. Bei soviel Unterstützung konnte ich eigentlich etwas
beruhigter sein, allein mein Naturell ließ das nicht zu. Ich wurde
immer nervöser. Noch ein Tag. Samstag starker Wind, Regen, na ja, das
war nichts Neues in dieser Woche. Brötchen noch bestellt, Fleisch und
Würste geholt und bei der Schwiegermutter in den Kühlschrank gepackt.
Der Hund meiner Schwiegermutter begrüßte mich oder den Fleischsack (?)
herzlichst. Die beiden Kuchen für den Wettbewerbstag waren fertig und
dufteten herrlich. Ich machte mich auf zum Platz. Ab 14:00 sollte das
große Zelt aufgebaut werden. Als ich ankam, waren Philipp, Alfred und
Reinhard schon zugange. Getränke wurden angeliefert, letzte Absprachen
und dann beschloss ich noch zwei Salate für morgen zu machen. Die
waren um 22:00 fertig und ich auch. Noch einmal die Checkliste
gecheckt, natürlich noch einiges vergessen, erledigt, noch etwas
vergessen, auch erledigt, den Rest morgen in der Früh. Nervös war ich
nicht mehr, einfach zu müde dafür. Hessencup, du kannst
kommen.
Bericht von Peter Seifert |
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Hessencup die Zweite: Der Tag
Um 05:30 Uhr ist die Nacht zu Ende.
Draußen verziehen sich die letzten Regenwolken. Der Tag des Hessencups
ist angebrochen. Um 07:00 Uhr ist Treffpunkt auf dem Platz, die
restliche Infrastruktur muss noch aufgebaut werden. Die Hälfte davon
steht allerdings noch in meinem Arbeitszimmer. Kaffee macht munter, das
morgendliche Entspannungsbad fällt viel zu kurz aus. Zehnmal mit
Infrastruktur die Treppe runter und den Omega beladen. Bis jetzt war
er doch immer groß genug. Na gut, kommt der Drucker eben in den
Fußraum. Ende Mai braucht man ja eh´ keine Heizung. Komisch, wieso
regnet es eigentlich nicht? Ein richtig schöner Morgen umgab meine
Hektik. Zwischen den Infrastrukturgängen kurze Absprachen mit meiner
Frau, die später den zweiten Caravan mit Steaks, Würsten, Salaten,
Brötchen und anderen Dingen füllen wird und natürlich mit den Kuchen
meiner Schwiegermutter. Michael wird es genauso gehen, Helmut hat
sowieso immer alles mit. Da kannst Du fragen, was Du willst: Ein Griff
in den Daimler und alles ist vorhanden. Vielleicht gelingt mir das auch
mal. Unterwegs fällt mir ein, dass die Digitalkamera noch am Ladegerät
hängt. Zum Glück ist Ulli noch zu Hause und kann sie mitbringen. Zehn
nach Sieben auf dem Platz, Michaels Wagen ist leer. Das Senderzelt liegt
schon in seinen Einzelteilen auf dem Platz. Die Luft ist klar, der Wind
weht kräftig und es regnet immer noch nicht. Stephan ist noch
unterwegs, die Hinweisschilder an den Wegkreuzungen anzubringen. Um den
Container wird die Verpflegungsstation aufgebaut. Problem: Der tagelang
blasende Westwind ignoriert unsere Planung, die Westwindbahn zu nutzen
und mutiert zu Nord-Nordwest. Sch….. Aber noch sind es fast zwei
Stunden bis 09:00 Uhr. Dafür immer noch kein Regen in Sicht. Der hatte
doch das Land und den Platz seit Tagen ununterbrochen
geplagt. Weitere HelferInnen treffen ein, Kuchen, Steaks, Salate etc.
finden ihren Platz im Catering-Zentrum um den Container. Helmut und
Andreas nehmen das Auswertezentrum in Betrieb. Der Laptop findet
in einem großen Karton seine blendfreie Unterkunft. Diesen Karton
bevölkerten kurz zuvor noch Sachpreise von honorigen
Modellbaufirmen.
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Bild: Auswertezentrum im Senderzelt
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Die Sachpreise harren noch im Infrastruktur-Laderaum des
Omega ihrer abschließenden Behandlung. Michael legt noch letzte Hand
an die Senderausgabe, die Pinwandnägel werden den Frequenzen
zugeteilt. Aufkleber für die Sender liegen bereit. Karl kann das
Senderzentrum in Betrieb nehmen. Der Westwind wird wieder zum Westwind,
die Landeseile liegen wohlbefestigt am geplanten Ort. Die ersten
Piloten finden sich ein. Also kommt doch jemand. Was habe ich
eigentlich erwartet? Unsere Dame an der Anmeldung kann die ersten
Einträge vornehmen, der Austausch mit Andreas am Rechner klappt
reibungslos.
Bilder: Anmeldung und
Auswertung
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Michaela bei der Anmeldung

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Andreas bei der Auswertung

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Die ersten Probeflüge der Teilnehmer, um die
Platzverhältnisse kennen zu lernen. Plaudern mit den Kollegen, man
kennt sich ja von vielen gemeinsamen Wettbewerben. Helmut weist die
Punktrichter ein, darunter auch Fliegerkollegen aus Kolmbach, unserem
befreundeten Nachbarverein, die uns netterweise tatkräftig
unterstützen. Ich verteile noch Namensschilder, der Drucker wird aus
dem Fußraum des Omega befreit. Im Hintergrund tuckert das Stromaggregat
und versorgt unsere Auswertestation mit dem nötigen Saft. Briefing:
Oliver macht die Honneurs, begrüßt alle Teilnehmer, Helmut geht noch mal
mit allen die Regeln der Ausschreibung durch. Andreas bringt das
Auswerteprogramm in Startstellung: Der erste Start, Helmut als
Wettbewerbsleiter scheucht die Piloten und deren
zugeteilte Punktrichter per Megaphon zur Vorbereitung. Es läuft super!
Ab und zu darf ich auch mal ans Megaphon Piloten scheuchen. Michael
betreut die Presse, die uns in letzter Zeit sehr zugetan ist. Wir haben
wirklich eine gute Presse. Ich kann dazu noch mit einer Info-CD über
den Verein aushelfen, die wir der Reporterin vom Bergsträsser Anzeiger
überreichen, sozusagen eine Pressemappe. Ein Bildreporter trifft auch
noch ein. Der zweite Durchgang ist schon im Gange. Die Ergebnisse des
ersten Durchgangs werden ausgedruckt und am Senderzelt
ausgehängt. Immer noch konstanter Westwind, immer noch kein Regen,
immer noch keine Probleme. Der zweite Durchgang geht dem Ende zu. Eine
kleine Pause ermöglicht den Teilnehmern und Helfern eine Stärkung am
wohlpräparierten Verpflegungszentrum einzunehmen.
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Bilder: Ulli, Judith, Margit, Markus und Heinz (von
links) vom MFG-Bensheim Catering |
Auch der letzte Durchgang läuft problemlos. Wieso hatte ich
im Vorfeld soviel Bedenken? Nun ja, es hätte einiges schief gehen
können. Für fünfzig Teilnehmer hätten Steaks und Würstchen nicht
unbedingt gereicht. Da hätte ich dann meine eiserne Reserve von Pfälzer
Hausmacher Wurst aus meinem Privatfundus rausrücken müssen. Der
Dauerregen der vergangenen Tage war ja auch ein Risikofaktor. Jedoch: Die
Helfer sind alle da und erledigen ihre Sache souverän. Das Wetter
spielt mit und die Teilnehmer spulen ihre Flüge bruchfrei ab. Für
die Punktrichter und unser bewährtes Messteam Alfred und Reinhard gibt es
keine Ruhepause. Der Wettbewerb wird durchgezogen.
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Bild: Messteam bei der Arbeit |
Der letzte Pilot landet. Andreas hämmert die Zahlen aus den
Punktrichterbögen in die Tastatur. Zweimalige Kontrolle, Gegencheck von
der Sportleitung und dann Ausdruck der Platzierungen in die von Helmut
vorbereiteten Urkunden. Oliver und ich unterschreiben. Parallel dazu
werden im Zelt die Sachpreise und die Pokale aufgestellt. Viele
Modellbaufirmen haben uns hier unterstützt und
honorige Modellbauartikel zur Verfügung gestellt. Auch von der Stadt
Bensheim haben wir Unterstützung erhalten: Sachpreise, Absperrmaterial
vom Bauhof und leihweise Schreibunterlagen für unsere Punktrichter. So
naht dann die Siegerehrung. Zuvor wird noch das obligatorische
Teilnehmerphoto geschossen. Alle Flieger sind noch heil, es regnet
immer noch nicht. Siegerehrung: Die Pokale und Sachpreise finden ihre
Besitzer, langsam macht sich in mir Entspannung breit. Wir haben es
geschafft. Dank unserer Helfer, dank unserer Stadt und dank unserer
Sachpreisspender können wir auf einen erfolgreichen Hessencup F5B-J
2006 in Bensheim zurück blicken. Ich denke mal in 2007 möchte ich das
wieder erleben. Trotz aller Ängste vorher, es hat sich
gelohnt.
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Teilnehmer Hessencup F5B-J in Bensheim
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Pokale und Sachpreise Die Sieger
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Diese Firmen und die Stadt Bensheim unterstützten den
Wettbewerb. Danke dafür.
Bericht von Peter
Seifert |